6. November 2009 von entchen
Eine Geburtstagstorte war gewünscht. So stand das Entchen – ungeübterweise, zumindest was Fondant-Torten angeht – viele Stunden in der Küche und zauberte eine Busentorte. Hier die Anleitung für alle, die es genau wissen wollen:

Biskuit in einer Springform backen, zweimal waagerecht durchschneiden. Um den Boden einen Rand aus Buttercreme spritzen, mit Pudding-Buttercreme füllen. Mit zwei Dessertschälchen aus dem mittleren Boden zwei Kreise ausstechen und die Förmchen damit auslegen. Reste zerbröseln. Ein Glas Kirschen aufkochen, anpürrieren und mit Speisestärke andicken. Zweiten Ring aus Buttercreme auf den ersten spritzen. Zwei Drittel der Bröseln auf der Pudding-Buttercreme verteilen, zwei Drittel der Kirschen daraufstreichen.

Weiteres Dessertschälchen in das mit Biskuit ausgelegte Schälchen stellen und beschweren (Weinflasche vom Vorabend, mit Wasser gefüllt, eignet sich hervorragend), mit Pudding-Buttercreme und Kirschen füllen, restliche Brösel darauf verteilen. Mit Frichhaltefolie abdecken, Untertasse draufstellen und erneut beschweren. Kalt stellen.

Den oberen Boden als Deckel auflegen und den gesamten Kuchen dünn mit Buttercreme einstreichen. Kalt stellen. Die Halbkugeln aus den Dessertschälchen nebeneinander auf den Kuchen stürzen und ebenfalls dünn mit Buttercreme einstreichen. Am besten über Nacht kaltstellen.

Fondant zubereiten, nach Belieben färben und ausrollen. Damit den Kuchen „einkleiden“. Und stolz auf das Ergebnis sein :O)
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28. Oktober 2009 von entchen
Die Heckscheibe wird seit Jahren mißbraucht. Für Schriftzüge, die dem Dahinterfahrenden den Bildungsstatus, den Musikgeschmack, die Zukunftsplanung oder die Namen der mitfahrenden Kinder mitteilen. Es interessiert bloß niemanden. Es entschuldigt auch nicht, dass Mike-Kevin auf der Rückbank rumkräht und Mama abgelenkt ist und deswegen an der grünen Ampel stehenbleibt und schließlich beim Anfahren fast einen Fußgänger umkarrt. Und ob der Bengel nun dieses Jahr Abi macht oder nicht, ist auch irrelevant, wenn er sich mit seinem fragwürdigen Fahrstil vorher um die nächste Leitplanke wickelt. Informationen über die Fahrkünste des Fahrers mit Angabe darüber, wie lange er bereits im Besitz des Führerscheins ist, würde wohl so manche Eskalation vermeiden. Und dennoch entdeckt man immer wieder etwas Neues:

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10. Oktober 2009 von entchen
Lieber Ebaykäufer,
da hamse also den Polsterstuhl jekooft, für nen läppischen Euro. Na jut, abholen solltense den ja ooch noch, also hab ick mir jedacht, is dit schon in Ordnung. Aber dann hamse sich nich mehr jemeldet, obwohl ick Ihnen ne Telefonnummer mitjeteilt hab, wose anrufen und sagen sollten, wannse denn jedenken vorbeizuschneien. Dann hamse wieder jemailt, dat Se voll im Prüfungsstress sind und dit verpeilt ham. Und ham Ihre Nummer anjejeben, damit ick Sie anrufen kann. So lief dit dann ooch. Und Sie? Warn ne halbe Stunde zu früh vor dem von Ihn’ vorjeschlagenen Termin da. Hamse also ooch wieder verpeilt. Dann hattet endlich jeklappt, Sie ham den Euro jezahlt und den Stuhl mit de BVG abtransportiert. Und nu krieg ick ne negative Bewertung von Ihnen, weilse meinen, dass dit Polster voller Katzenflecke und -haare jewesen wär. Junger Mann, wer lesen kann, is klar im Vorteil: dit Polster war eindeutig so beschrieben, wie es ist: eben nich mehr neu und sehr abjesessen und ooch mit Flecke, die aber nich von nem Stubentiger stammten. War ooch bebildert worden. Ick bin ja durchaus kritikfähig, aber ne negative Bewertung mit so ne schlechten Rechtschreibung, die nich mal mit Tippfehlern entschuldigt werden kann, is dit Letzte. Da frag ick mir doch echt, in wat für nem Prüfungsstress Sie jewesen sind.
Dat Entchen
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30. September 2009 von entchen
Wie sehr sollte man auf seinen Bauch hören, jenes flaue Gefühl, das einsetzt, wenn man über eine Sache nachdenkt, der Kopf „naja“ sagt und der Bauch dagegenist und „neinneinnein“ grummelt? Und dieses Grummeln kann man ja auch niemandem erklären. Rein rechtlich hat der Bauch gar nix zu vermelden, ist weder versicherungstechnisch abgesichert, noch sozial anerkannt. Dennoch rebelliert er vor sich hin, muckert und lässt einen einfach nicht zur Ruhe kommen. Manchmal ist es ganz schön blöd, einen Bauch zu haben, der sich meldet und seine Meinung kundtut.
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26. September 2009 von entchen
Der Eifelturm hat 688 Stufen bis zum Aufzug auf der 2. Platform (und ich kenn sie alle!), der Louvre von 7.30 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet, und auf der Dachterrasse vom Lafayette hat man einen wunderschönen Gratis-Ausblick über Paris. Die Straßen der Stadt sind von verwinkelt bis 6-spurig, und der weltweit größte Antikmarkt lässt mich glauben, das nächste Mal mit dem Auto und sehr viel Bargeld anzureisen. Und weil die schönsten Dinge auf dieser Welt kostenlos sind, stand auch ein Besuch der Mur-des-je-t’aime auf dem Programm:

Falls jemandem mal die Worte fehlen – hier sind sie zu finden :O)
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25. September 2009 von entchen

Wir haben sie gesehen, die Mona-Lisa. Unwesentlich größer als eine Briefmarke blickt sie einem verträumt hinter Glas entgegen. Drei Stunden Kunst verkraftet das Entchen, aber dann blinkt irgendwann ein „rien ne va plus“ durch den Entenkopf, und es heißt: raus aus dem Louvre, Synapsen freikriegen für andere Dinge. Nach langem Fußmarsch, der uns auch zum Dôme des Invalides führte, erreichten wir in Montparnasse ein Straßencafé, in dem wir für eine nicht besonders große Tasse Café-au-lait 5,40 EUR auf den Tisch blätterten. Ich nehme an, dass das die Preise sind, die Paris in Erzählungen so teuer werden lassen… Im Anschluss ging es auf den Cimetière de Montparnasse, ein kleinerer Friedhof mit allerdings spektakulären Grabstellen, wie ich sie vorher noch nie gesehen habe. Begeisterung und Faszination gaben sich buchstäblich die Klinke in die Hand:



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24. September 2009 von entchen
Das Hotelzimmer war klein, das Bad winzig, aber wider Erwarten einigermaßen sauber. Mittlerweile lasse ich mich aber schon zu La-Ola-Wellen hinreissen, wenn es dauerhaft warmes, fließendes Wasser gibt. Da dies der Fall war, hatte das Hotel im Wedding von Paris volle 100 Punkte. Entchen samt Begleitung stattete dem Cimetière Père Lachaise einen Besuch ab, dem größten Friedhof von Paris.



Stunden später kam ich dann erneut in den köstlichen Genuss der französischen Backkunst:

Reiseführer sollten um Sätze wie „Können Sie bitten den Stöpsel aus dem Handwaschbecken entfernen?“ und „Haben Sie es nun endlich geschafft, Ihre Zimmertür aufzubekommen, nachdem Sie mit Ihrem Gepolter das ganze Hotel geweckt haben?“ erweitert werden. Aber vielleicht hilft bei letzterem auch einfach dröhnender Applaus…
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23. September 2009 von entchen
Im letzten Moment bekam das Entchen noch einen Mitreisenden: Eric. Auch er sollte Paris sehen und wurde so kurzerhand in die Reisetasche verfrachtet. Auch wenn er nicht jeden Tag dabeiwar, so durfte er doch am ersten Tag ebenfalls ein bißchen den Duft der großen weiten Welt schnuppern.


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21. September 2009 von entchen
…klatsch…klatsch…klatsch… … …klatsch… … … …klatsch… …klatsch…klatsch…klatsch…klatsch… … … …klatsch… …klatsch… … …klatsch… …klatsch… … … …klatsch… … …klatsch… …klatsch…klatsch… …klatsch… … …klatsch… … …klatsch… …
Zeit totschlagen kann wirklich anstrengend sein…
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19. September 2009 von entchen
Kann man ein Paar Schuhe kaufen, wenn das Konto sich bereits lange vor Monatsende dem Nullgrad nähert?
Engelchen (auf der rechten Schulter): „Sie sind zwar schön, aber es steht noch Urlaub an. Und anziehen kannst Du die Schuhe bei dem Städtetrip sowieso nicht. Wenn Dich die Schuhe nicht in den finanziellen Ruin treiben, dann die Massen an Blasenpflastern, die Du brauchen würdest. Also: diesen Monat ne ganz blöde Idee.“
Teufelchen (auf der linken Schulter): „Nu kauf endlich, Du hast die Treter nun zum 3. Mal an. Überstürzten Spontankauf kann man Dir wenigstens nicht vorwerfen.“
Nun ja, hab auf das Engelchen gehört – und noch ein zweites Paar erstanden, das eindeutig städtetriptauglich ist :O)
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